Nidationsblutung

Etwa fünf Tage nach der Befruchtung

Steht ein befruchtungsfähiges Ei im Eileiter der Frau bereit und wird dieses von einer Samenzelle befruchtet, macht es sich anschließend auf die lange Reise Richtung Gebärmutter.

Ungefähr fünf bis sechs Tage nach der Befruchtung hat das Ei sein Ziel erreicht und kann sich in der Gebärmutter einnisten. Durch diesen Vorgang werden manchmal kleine Blutgefäße im Bereich der Gebärmutterschleimhaut und der Gebärmutter beschädigt, es kommt zu einer Blutung, die als Nidationsblutung bezeichnet wird. Nicht immer tritt das Blut aus der weiblichen Vagina aus, mitunter ist die Blutung so gering, dass die betroffene Frau nichts davon mitbekommt.

Video zum Thema Einnistungsblutung

Sicheres Anzeichen für eine Schwangerschaft

Kommt es zweifelsfrei zur Nidationsblutung, gilt eine bestehende Schwangerschaft als bewiesen. Die Nidationsblutung tritt erst auf, wenn sich das befruchtete Ei in die Gebärmutter einnistet und dort dann immer weiter heranwächst. Eine ausbleibende Nidationsblutung bedeutet allerdings nicht, dass eine Frau nicht schwanger sein kann, da die Blutung nicht immer sichtbar wird. Wurden mehrere Eier befruchtet, was bei einer Mehrlingsschwangerschaft der Fall ist, kommt es oftmals zu einer stärkeren Nidationsblutung, da sich gleich mehrere Eier in der Gebärmutter einnisten. Die Nidationsblutung erreicht allerdings in der Regel nie die Stärke einer Menstruationsblutung, auch farblich unterscheiden sich beide Blutungsarten voneinander.

Zwei Wochen nach dem Eisprung kommt es zur Nidationsblutung

Zum Zeitpunkt des Eisprungs besteht für mehrere Tage die Möglichkeit einer Befruchtung, wenn Samenzellen zur Eizelle vordringen können. Wann genau es zur Befruchtung kommt, kann nicht genau vorher gesagt werden, daher wird durchschnittlich davon ausgegangen, dass es ungefähr 14 Tage nach dem Eisprung zur Nidationsblutung kommt. Diese Blutung tritt meist zum gleichen Zeitpunkt auf, an dem eigentlich die Menstruation einsetzen sollte. Durch diese Zeitüberschneidung können viele Frauen zunächst nicht unterscheiden, um welche Form der Blutung es sich handelt. Da die Nidationsblutung deutlich schwächer ist als die eigentliche Regelblutung, wird aber zumeist schnell klar, dass es sich hier um eine Einnistungsblutung handelt.